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Stell Dir das Schwimmbecken aus der Perspektive eines Babys vor

  • Martin White
  • 04.11.2019
  • Babyschwimmen

Du gibst Deinem Baby Sicherheit

Stell Dir das Schwimmbecken aus der Perspektive eines Babys vor. Die Anblicke, Geräusche und Gerüche des Pools sind ganz neu. Das Baby braucht die Gewissheit, dass Du da bist und Deine Unterstützung, damit es seine neue Umgebung erkunden kann.

Wenn Du genau hinsiehst, kannst Du deutlich sehen, wie das Baby kleinste Bewegungen genießt und erforscht. Diese ersten Bewegungen – vom kleinsten Handgriff bis zum angedeuteten Froschschenkel – sind unbewusste Reflexhandlungen. Im Wasser zu sein, gibt dem Baby neue und wertvolle Erfahrungen. Es entdeckt seinen Körper, seine Beziehung zu Dir und seiner Umwelt.

Das Baby nimmt alles mit an Bord. Es erkennt das sich verändernde Licht und die schimmernden Reflexionen des Wassers. Es spürt die Nässe auf seiner Wange, nimmt die neuen Gerüche und die sanften Geräusche des Wassers wahr. Es streckt die Hand nach dem Licht aus und sein Körper beginnt, die Bewegungsfreiheit im Wasser zu spüren. Der ganze Körper lebt mit seinen Empfindungen.

Wenn das Baby fühlt, dass ihm diese sanfte Erkundung zu viel wird, wird sein Blick suchend – die Aufmerksamkeit bricht ab. Nun braucht es Dich. Leichter Blickkontakt und ein beruhigendes Lächeln helfen ihm. Du bist sein sicherer Hafen. Dadurch ist es bald wieder bereit, die Welt des Wassers weiter zu erkunden.

Das Baby lernt seinen Körper kennen

Obwohl diese Bewegungen kaum wahrnehmbar sind, ist diese Zeit der ruhigen Reflexion und Beobachtung von unschätzbarem Wert. Das Baby erforscht seine Auftriebskraft. Die Synapsen wachsen blitzschnell in seinem Gehirn. Viele neue Nervenbahnen bilden sich, während es allmählich seine neue wässrige Umgebung aufnimmt. Sein inneren vestibulären und propriozeptiven Sinne machen Überstunden – das heißt: Der Gleichgewichtssinn entwickelt sich und das Baby schult sein Körpergefühl.

Das Wasser gibt dem Baby Informationen darüber, wie seine Muskeln und Gelenke funktionieren und wie sich Arme, Beine, Kopf und Rumpf bewegen. Das Wasser stützt das Baby sanft und gibt ihm die einzigartige Gelegenheit, sich mühelos zu bewegen. Viel mehr, als es das auf dem trockenen Land kann. Das Baby wird dadurch stärker.

Das Wasser regt Babys Sinne an

Während sich die Hände dem Licht nähern, fallen winzige Wassertropfen auf Babys Arme, Gesicht und Brust. Sein Blick konzentriert sich auf die Finger und diese neuen Empfindungen. Es braucht Zeit, um diese Bewegungen mit dem eigenen Willen zu steuern: das Öffnen und Schließen der Fingerspitzen, das Bilden einer Faust und das Gefühl, dass die eine Hand die andere trifft. Während es seine Hände nach unten bewegt, nimmt es die Geräusche und das Gefühl des spritzenden Wassers auf, das es selbst geschaffen hat. Das ist eine multisensorische Erfahrung, die einzig und allein das Wasser bieten kann.

Er fängt an, sich mit dem Wasser zu verbinden, wenn es darin plätschert. Das fühlt sich gut an! Im Gehirn wird das Bindungshormon Oxytocin ausgeschüttet. Das macht das Baby glücklich. Es bewegt seine Hände auf und ab und das Wasser spritzt.

Ein natürlicher Spielplatz: Wasser macht Spaß!

In diesem Stadium sind das noch unbewusste Handlungen, aber das Baby spürt, dass es sich gut anfühlt. Mit der Zeit wird es herausfinden, dass es selbst das Wasser zum Spritzen bringt, aber im Moment genießt es einfach nur die Empfindungen. Währenddessen beobachtest Du es aufmerksam und bist für es da. Das Wasser ist ein natürlicher Spielplatz. Darin gibt es viele Möglichkeiten zu springen, zu rollen, zu spritzen und zu schweben. Wenn das Baby mit seiner neuen Umwelt vertraut wird, beginnt es einige dieser Erlebnisse zu erkunden.

Wo die Hände sind und wie sie funktionieren, muss das Baby erst lernen. Das ist eines der magischsten Dinge in seiner Entwicklung. Es dauert eine Weile, bis das Baby beide Hände benutzt, um Objekte zu erreichen und an sich zu ziehen. Im Moment genießt es es einfach, sich selbst zu beruhigen, zu saugen und mit seinen Fingern zu spielen. Es beginnt gerade, sich seines Körpers bewusst zu werden und mehr Kontrolle über seine Bewegungen zu haben. Dieser Prozess mag für Erwachsene sinnlos erscheinen, aber für das Baby bedeutet es alles. Nur so wird es nach und nach Kontrolle über den eigenen Körper erlangen.

Das Baby fühlt die Schwerelosigkeit seines Körpers ohne eine stützende harte Oberfläche. Es entdeckt, dass es sich bewegt, wenn es tritt. Sein Gleichgewicht und seine Kernstabilität sind herausgefordert. Es kann seinen Kopf drehen – und die Schultern, Arme und der ganze Körper werden wie von allein folgen. Unterbewusst lernt das Baby die subtilen Anpassungen, die es an Händen, Füßen und am Körper vornehmen muss, um die gewünschte Bewegung zu erzeugen.

Du bist für Dein Baby da und beobachtest es ruhig. Du kannst ihm Möglichkeiten anbieten, um seine eigenen Fähigkeiten zu entwickeln. Indem ein kreativer Spielraum um ihn herum geschaffen wird, gibt das Baby selbst den Ton an für das, was es entdecken kann.

Spielzeug ist wichtig(?)

Wie sieht Dein Baby aus seiner Perspektive die Spielzeuge? In einer Ecke schwimmen ein paar Spielsachen auf dem Wasser, sie könnten einfach wegschweben, wenn es näher kommt, aber sie sind für es da. Im Schwimmbecken ist weniger mehr: eine natürliche multisensorische Umgebung. Das Baby braucht nur Zeit, Raum und die Chance, alles zu erforschen, um zu zeigen, wozu es fähig ist.

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